Miniaturpferde in Ardrossan

Minipferde und Musik

Zunächst einmal bitte ich um Nachsicht, dass die letzte Woche keine weiteren Beiträge von mir erschienen sind. Neben dem „gemeindlichen Alltag“, wenn es denn so einen gibt (Besprechungen, Gottesdienst in einem Seniorenheim, Konfirmandenunterricht und Gottesdienstvorbereitung), bin ich mehreren Einladungen von Mitgliedern der Gemeinde nachgekommen, die in der Umgebung von Edmonton leben, zu besuchen.Letzten Montag war ich auf einer Farm für Kleinpferde in Ardrossan. Die niedlichen Viecher wollten mich gar nicht mehr gehen lassen, sondern haben sich um mich geschart und mich gleich liebevoll in ihre Herde aufgenommen. Auf denen kann man zwar nicht reiten, aber sie lieben es, Kutschen zu ziehen! Ihre Besitzer haben mir erzählt, dass sie früher mit ihrer Tochter zu dritt in drei Gespannen regelmäßig in die Stadt gefahren sind. Zudem sind sie viel robuster als Großpferde, können den Winter über draußen bleiben, fressen weniger und man kann sie überall hin mitnehmen. Da kann man echt mal überlegen, sich so eins anzuschaffen.

Dienstag war ich in Sherwood Park bei einem ehemaligen Pfarrer der Trinity Lutheran Church und seiner Frau, die dort ihr Haus mit angrenzendem Golfplatz und Wäldchen haben. Sie ist früher mit einer Schwester von Maria von Wedemeyer in eine Klasse gegangen. Ihr Bruder war Student im Finkenwalder Predigerseminar gewesen – lebendige Theologiegeschichte also! Spannende Gespräche über die Entstehung von lutherischen Gemeinden in Westkanada und den Wandel des Selbstverständnisses von sowie der Sichtweise auf Pfarrer und Pfarrerinnen über die letzten Jahrzehnte.

Donnerstag war ich in St. Albert zu besuch, einer der ältesten Siedlungen der nach Westen vordringenden Europäer in Alberta, dabei gerade einmal 150 Jahre alt. Dabei habe ich viel über die geistige Stimmung hier in Kanada gelernt. Demnächst finden in Alberta Provinzwahlen statt, bei denen zum ersten Mal seit etwa 40 Jahren die herrschende konservative Partei (vergleichbar etwa mit der CSU) von einer sozialdemokratischen Partei abgelöst werden könnte. Die konservative Partei schürt hier die Angst vor Terrorismus und Einwanderung und leider sind viele Menschen für einfache Wahrheiten sehr empfänglich.

Am Wochenende war Linnea Good zu Gast in Edmonton und hat einen Workshop zu Musik im Gottesdienst in Trinity angeboten. Gute Einsichten, ein toller Vortrag und viel fröhliche Musik! Am Abend gabe es dann ein Konzert in der Ascension Lutheran Church. Etwas spärlich besucht, hatten aber alle, die dort waren viel Spaß. Ich war als Computerexperte eingesetzt und hatte die Projektorfolien mit den Liedtexten geschaltet. Hier ein Lied von Linnea:

Am Sonntag habe ich über Schafe gepredigt, was ihr im nächsten Beitrag nachlesen könnt.